Gasthaus Avsenik / Pri Jožovcu

Hier ist die Musik von Slavko Avsenik zu Hause

Slowenischer Abend im Pri Jožovcu

Die Ortschaft BEGUNJE liegt bei 586 Meter Meereshöhe, im Untertal der Karawanken, unter der überaus schönen, immer grünen Begunjščica, in Höhe von 2063 Meter. Die ganze Umgebung dieses Klimaortes ist bilderhaft, am schönsten ist jedoch die Aussicht auf die Julischen Alpen, mit dem Höhepunkt Triglav, dem höchsten Berg in Slowenien (2864 m).
In dieser kleinen Ortschaft wurden die Brüder Slavko und Vilko Avsenik geboren, und hier wurde auch die Musik ihres Ensembles geboren. Alles fing auf dem Hof des heimischen Gasthauses an. Ihre volkstümliche Musik mit der charakteristischem Melodie und Echtheit besingt die Schönheiten der Umgebungssorte, die Gewohnheiten der dort lebenden Leute und Ihre Lebensart. Die Brüder Avsenik trugen Ihre Lieder auch in andere Länder, ihre Lieder kennt und singt man in allen Orten der Welt, für die Lieder erhielten sie viele Ehrungen

Quelle : oberkrainer.ch

Ein Exportschlager ganz anderer Art hat Begunje (zumindest in einschlägigen Kreisen) weltberühmt gemacht: die volkstümliche Musik der Gebrüder Slavko und Vilko Avsenik, kurz »Oberkrainer« genannt.

Ihr Geburtshaus befindet sich am südlichen Ortsrand. Vom stattlichen, aber schlichten Dorfgasthaus, das die einheimische Bevölkerung eher unter dem Vulgo-Namen »Pri Jožovcu« kennt, ist es mit großem finanziellen Aufwand zur vielbesuchten Pilgerstätte für Liebhaber der Oberkrainer Musik geworden.
Es umfasst heute einen Konzertsaal für 350 Besucher, einen kleineren Avsenik-Clubraum, ein Restaurant mit Gastgarten, das Avsenik-Museum samt Galerie im ersten Stock, ein Tonstudio sowie einen Laden für Musik- und Texthefte, Tonträger, Bücher, Festschriften und Fanartikel aller Art. Ganzjährig, mit einer kurzen Unterbrechung in den Wintermonaten, finden im Veranstaltungszentrum, das mit modernster Tontechnik und Versatzstücken aus dem »Musikantenstadl« ausgestattet ist, Konzerte volkstümlicher Musikgruppen statt.

Nachdem Slavko Avsenik anfangs der 90er Jahre aufgehört hat mit seinem eigenen Ensemble, wird seine Musik heute gepflegt durch das Ensemble Gašperji (Die Jungen Original Oberkrainer - durch Slavko persönlich zu offiziellen Nachfolger gemacht) und Hišni Ansambel Avsenik (Die Hauskapelle Avsenik). Es ist gedacht das das Ensemble Gašperji weltweit Konzerte versorgt und das die Hauskapelle Avsenik nur in Begunje, im Gasthaus Avsenik, aufspielt. Das letzte heißt dass jeden Freitagabend im Saal oder auf der Terrassenbühne ein Konzert gegeben wird.

Quelle : Slowenien entgegen zu fuß von klagenfurt nach ljubljana
Ab November 2009 sind nun Sašo Avsenik UND SEINE OBERKRAINER die offiziellen Nachfolger von Slavko Avsenik



Slavko Avsenik war zunächst Skispringer und als solcher Mitglied der Nationalmannschaft des ehemaligen Jugoslawiens. Das Pianoakkordeon und das Spielen auf der Steirischen Harmonika brachte er sich während seiner Militärzeit selbst bei. 1953 begann er im Trio Avsenik mit einem Gitarristen und Bassisten.
Slavko Avsenik gründete zusammen mit Bruder Vilko Ovsenik die Musikgruppe Gorenjski Kvintet, die als Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer (Original Oberkrainer Quintett) international bekannt wurde und mehr als 36 Millionen Tonträger verkaufte. Auch sind sie die Erfinder des Oberkrainer Sounds, der auch heute noch von einer Vielzahl von Musikgruppen gespielt wird.
In der Regel besteht eine Oberkrainer Besetzung aus Akkordeon, Baritonhorn oder Kontrabass (Bass), Gitarre (Rhythmus), Klarinette, Trompete und natürlich aus ein- oder mehrstimmigem Gesang. Für einige Aufnahmen wurden auch Mundharmonika oder eine zweite oder sogar dritte Klarinette verwendet. Zusätzlich gibt es Alben mit Streichorchester und auch Blasmusik.
Obwohl der Oberkrainerstil Ähnlichkeiten mit der Ländlermusik aufweist, wurde er anfänglich keineswegs dieser zugeordnet. Er entspricht auch nicht der slowenischen Volksmusik. Vorwiegend werden 4/8 Polkas, Walzer sowie Märsche gespielt und natürlich auch Ländler mit typischer 4-Takt-Einleitung, wie z. B. der Bauern-Ländler. Eine Neuerung brachte dieser Stil jedoch auch damit, dass die Harmonik vieler Lieder sehr modern war und in die Jazzharmonik geht.
In fast jedem der Lieder sind Jazzelemente, wie Sextakkorde oder Sekundärdominanten (zumeist von der zweiten Stufe) zu finden. Diese Neuerung, vor allem in der Begleitung, ist wohl dem Gitarristen des Ensembles Leo Ponikvar zuzuschreiben, der vor seiner Zeit bei Avsenik als Jazzmusiker aktiv war und somit über das erforderliche Wissen verfügte.
Der größte Erfolgstitel von Slavko Avsenik ist das Trompeten-Echo, das sich zum Evergreen der volkstümlichen Musik entwickelte und in zahlreichen Versionen (Blasorchester, A cappella, etc.) aufgenommen wurde. Einem breiten Publikum wurde diese Komposition erst mit Hilfe von Fred Rauch bekannt, der zufällig den Titel in Radio Klagenfurt gehört hatte. In den 1970er Jahren war es die Erkennungsmelodie der ZDF-Sendung Lustige Musikanten und der monatlichen Hörfunksendung Wettstreit nach Noten des Deutschlandfunks. Auch für die ORF-Sendung Musikantenstadl wurde das Trompetenecho das Titellied. Weitere Erfolgstitel sind Auf der Autobahn, Slowenischer Bauerntanz und Es ist so schön ein Musikant zu sein.
1992 übergab Avsenik seine Lieder vor allem an das Ensemble Gašperji, welches er unter der Bezeichnung Die Jungen Original Oberkrainer offiziell zum Nachfolge-Ensemble seiner Original Oberkrainer ernannte.
Die meisten der langjährigen Mitglieder sind inzwischen verstorben: Der Trompeter Franc Košir (1930-1991), der Gitarrist Leo Ponikvar (1917-1992), der Klarinettist Albin Rudan (1933-2009) und der Baritonist und Bassist Mik Soss (1929-2004) leben nicht mehr.

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